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ICE oder IN = In Case of Emergency

02.12.2007
Retter und Ambulanzfahrer haben bemerkt, dass bei Straßenunfällen die meisten Verwundeten ein Mobil-Telefon bei sich haben. Bei den Einsätzen weiß man aber nicht, wer aus diesen langen Kontaktlisten zu kontaktieren ist. Ambulanzfahrer haben also vorgeschlagen, dass jeder in seine Kontaktlisten die im Notfall zu kontaktierende Person unter dem selben Pseudo einträgt.
Das international anerkannte Pseudo ist : ICE (= In Case of Emergency).
Unter diesem Namen sollte man die Person eintragen, welche im Notfall durch Polizei, Feuerwehr oder erste Hilfe anzurufen ist.
Sind mehrere Personen zu kontaktieren, verwendet man ICE1, ICE2, ICE3, usw.

Im deutschen Sprachraum wird statt "ICE" besser "IN" (für "Im Notfall") verwendet. Sowohl deutsche als auch österreichische Initiativen zum Thema verwenden dieses Kürzel, das auch als englische Abkürzung ("IN case of emergency") verwendet werden kann.

Leicht, kostet nichts, kann aber viel bringen.
Bitte diese Meldung weiterleiten, damit dieses Verfahren üblich wird !
siehe auch: Wiki - In Case of Emergency   www.imnotfall.de

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Judaslohn


Ostern 2007 (10.04.07)
Kritik an Managergehältern wird gerne mit dem Hinweis auf die "typisch deutsche Neidkultur" abgebügelt. Die Erhöhung von Managergehältern hingegen wird vorzugsweise damit gerechtfertigt, daß Manager anderer, im Zweifel ausländischer, genauer gesagt US-amerikanischer Konzerne, erheblich mehr verdienen als Manager hiesiger Unternehmen.
Wie schön, daß unsere Damen und Herren Manager keinerlei Neidgefühle hegen...

In 2006 betrug die durchschnittliche Steigerung der Vorstandsbezüge bei den im DAX vertretenen Unternehmen laut umstürzlerischer Umtriebe eher unverdächtiger Quellen wie Welt und Handelsblatt ca. 17%. Bei den "normalsterblichen" Beschäftigten dieser Unternehmen dürfte das Einkommen nach meiner persönlichen Einschätzung allenfalls um 1/10 dieses Satzes, also um 1 - 3% angestiegen sein - wenn überhaupt.

Auch wenn die Unternehmensgewinne im gleichen Zeitraum ebenfalls beträchtlich angewachsen sind, nämlich im Durchschnitt gar um 18 - 19%, wird der Anstieg der Managergehälter selbst in diesen wirtschaftsnahen Blättern als fragwürdig bis grenzwertig eingestuft, bestenfalls als gerade noch vertretbar angesichts der hervorragenden Unternehmensergebnisse. Tenor: In einer Marktwirtschaft werden gute (Management-) Leistungen eben entsprechend honoriert. Inwieweit die Leistung der "normalsterblichen" Belegschaft zum Bau des siebentorigen Theben - pardon - zu den Gewinnsteigerungen beigetragen hat, ist statistisch nicht erfasst. Angesichts der Einkommensentwicklung dieser Gruppe vermutlich zu einem Anteil zwischen 0% und 3%. Doch es besteht für diese Gruppe nun wirklich kein Grund, neidisch zu sein: Auch die Belegschaft dürfte 2006 mit 17-19% plusminus X dabei gewesen sein: Nämlich beim Anstieg des Arbeitsvolumens...

Und wie man hört, gibt es da immer noch gewaltige Reserven...
Denn wer als Top-Manager richtig Kasse machen will, der sollte erst einmal Mitarbeiter feuern. Das legt zumindest eine in der Financial Times Deutschland zitierte langjährige Studie aus den USA * nahe .

Laut Craig Rennie, Wirtschaftsprofessor an der Universität von Arkansas, der die Vorstandsgehälter von 229 Unternehmen untersuchte, die zwischen 1993 und 1999 in großem Stil Mitarbeiter entlassen haben, lag das Gehalt der Rausschmeißer durchschnittlich um 22,8 Prozent über dem der entlassungsscheuen Kollegen.
* http://www.ftd.de/karriere_management/management/122878.html

Empfehlung buch.de
Machtwahn - wie eine mittelmäßige Führungselite uns zu Grunde richtet
von Albrecht Müller

Anmerkung 01:
Untersuchungen besagen, daß deutsche Manager bezüglich ihres Einkommens weltweit hinter den USA auf Rang 2 stehen.
Amerikanische Manager haften allerdings im Gegensatz zu ihren deutschen Kollegen mit ihrem Privatvermögen für Fehlentscheidungen...


Anmerkung 02:
Zwar vergleichen deutsche Manager ihre Gehälter und Bonuszahlungen gerne mit den Gehältern ihrer amerikanischen Kollegen, wenn es aber um die Löhne und Gehälter der normalen Beschäftigten in ihren Unternehmen geht, wird zum Vergleich lieber auf die Gehälter und Löhne osteuropäischer oder besser noch asiatischer Beschäftigter verwiesen.
Was wieder einmal beweist, dass die Globalisierung nicht nur multikulturell, sondern bei Bedarf auch multifunktionell und ganz praktisch sein kann.

Und doch voller Rätsel...

Anmerkung 03:
Neben dem Hinweis auf das Einkommen amerikanischer Manager wird als Rechtfertigung der hohen Bezüge noch gerne das Argument ins Feld geführt, daß es sich bei Managerverträgen um zeitlich befristete Engagements handelt und die Zukunft der Manager nach Ablauf dieser zeitlich befristeten Verträge ungewiss sei. Dies erkläre auch die enormen Pensionsansprüche und die oftmals vertraglich garantierten Abfindungen bei vorzeitiger Entlassung.
Wie schön, daß "normale" Arbeitnehmer, die aufgrund von Pleiten, Unternehmensverkäufen oder Restrukturierungsmassnahmen freigesetzt werden, eine sichere Zukunft vor sich haben: Hartz IV und mit ein bisschen Glück ein 1-Euro-Job...

Anmerkung 04:
Und weil das so ein spannendes und erbauliches Thema ist, bleiben wir dabei. In einem der nächsten Beiträge im Schildaer Boten geht es um Überstunden (unbezahlte, versteht sich!): Wird Tauziehen wieder olympisch?

hier noch ein interessanter Link zum Thema aus www.spiegel.de:
175 Prozent Plus für den Vorstand

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Empfehlung buch.de
Die Blutsauger der Nation - wie ein entfesselter Kapitalismus uns ruiniert
von Michael Opoczynski (Moderator von WiSo)


Pagerank Null - na und?

Diese site hat den Pagerank Null. Das bedeutet, dass diese site ein absoluter outsider im www ist. In den Suchmaschinen ist sie praktisch nicht zu finden.
Mal abgesehen davon, dass mir das egal ist - ok, ich finde es nicht gut - offen gestanden, es ärgert mich masslos ;-( - hat das ja auch einen großen Vorteil:
Wer es dennoch bis hierher geschafft hat, der muss  ganz schön clever sein, ein Alpha- User sozusagen - oder er hat einfach Glück gehabt ;-)


Befreit aufspielen
zum 50. Geburtstag von Gregor Greifenstein

01.03.07
Zugegeben: Wenn man 50 ist, wird es jetzt eng, falls man das Ziel hat, Vorstands- Vorsitzender des Unternehmens zu werden, bei dem man als kleiner Angestellter in der Schreibstube sitzt.
Aber wer will schon Vorstandsvorsitzender sein in diesen Zeiten?
Und außerdem: Wer weiß?

Zugegeben: Der eine oder andere Traum wird nicht mehr in Erfüllung gehen. Doch gibt es ein größeres Glück, als überhaupt Träume zu haben? Und Umwege erweitern bekanntlich die Ortskenntnis.

Zugegeben: Mit 50 zwickt es schon mal hier und kneift schon mal da. Wie sehr kann man da die wenigen Tage genießen, an denen man aufwacht und es tut einem nichts weh - obwohl man noch gar nicht gestorben ist!

Optimisten sind bekanntlich Zeitgenossen, die einfach schlecht informiert sind. Selbst früher, als - wie jeder weiß - alles besser war, hat die Zukunft dem Vernehmen nach nicht vielversprechender ausgesehen als heute. Was kann einem da besseres passieren, wenn man (fast) keine Zukunft mehr hat!

Es ist also gar nicht so verkehrt, 50 Jahre alt zu sein. So muß man sich z.B. nie wieder langweilen. Schließlich hat man schon mehr als anderthalb mal so viel Leben hinter sich, wie es zu Steinzeiten üblich war und einen entsprechenden Schatz an Erfahrungen angehäuft.
Man hat also mehr als genug daran zu tun, endlich aus diesen Erfahrungen zu lernen.

Man muss auch nicht mehr ganz so viel Angst davor haben, etwas Niederschmetterndes zu erleben oder etwas Schönes zu verpassen:
Das Beste, nämlich die himmelhoch jauchzende Euphorie der Jugend, ist eh vorbei, und das Schlimmste, nämlich die zu Tode betrübte Depression der Jugend, hat man bereits hinter sich.

Alles in allem gilt also: Man kann die Dinge ein wenig gelassener angehen: Man kann nicht mehr sein ganzes Leben ruinieren - den Großteil davon hat man ja bereits geschafft - sondern höchstens noch das letzte Drittel. Und das erledigt man mit Sicherheit auch noch!

Und man kann, wenn wesentliche Entscheidungen im Leben getroffen sind, wenn das Spiel - frei nach dem Motto: mal verliert man, mal gewinnen die anderen - fast schon gelaufen scheint, endlich eines tun:

Befreit aufspielen!

Was kann einem besseres passieren?

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