United Fußball Manager Spiel

United ist ein 'Play by Mail', inzwischen auch ein 'Play by Internet' Fußball- Manager- Spiel. Jeder Teilnehmer an dem Spiel ist in Personalunion Präsident, Manager und Trainer eines Fußballvereins, leitet diesen also in sportlicher, wirtschaftlicher und administrativer Hinsicht.

Mit dieser Tätigkeit sind u.a. die folgenden Aufgabenstellungen verbunden:

  • Festlegen des Vereinsnamens (nur bei Neugründung)
  • Zusammenstellung des Spielerkaders (nur bei Neugründung)
  • Training der Spieler
  • Aufstellung der Mannschaft
  • Bestimmen der Spieltaktik
  • Entdeckung neuer Talente
  • Verwaltung der Finanzen
  • Kauf und Verkauf von Spielern

Vereinsgründung

Bei Vereinsgründung stellt ein Manager einen Teamkader aus Spielern unterschiedlicher Qualifikation (Stürmer, Mittelfeldspieler, Verteidiger, Ausputzer, Torwart) und Altersstufe zusammen. Zu diesem Zwecke verfügt er über eine vom Spielleiter in den Spielregeln festgelegte Anzahl an Wertpunkten (WP), die er auf die einzelnen Spieler verteilt.

Spielablauf

Im Laufe einer Saison erhält ein Manager nach jedem Spieltag zusätzliche Wertepunkte und Einnahmen, die er auf seine Spieler verteilen bzw. zur Verpflichtung von Spielern auf der Transferliste verwenden kann. Basis- Wertpunkte und Basiseinnahmen werden an jedes Team einer Liga in gleicher Anzahl bzw. Höhe vergeben, errungene Punkte im Ligaspielbetrieb sowie Siege im Pokalwettbewerb werden mit zusätzlichen Erfolgs- Wertpunkte und Erfolgsprämien vergütet.

Austragung einer Partie

Fußballspiele werden in der Form ausgetragen, dass die Summen der Spielerwerte der jeweils gegeneinander antre­ten­den Feldspieler- Reihen der Teams (Abwehr + Ausputzer Team A - Angriff Team B; Mittelfeld Team A - Mittelfeld Team B; Angriff Team A - Abwehr + Ausputzer Team B) miteinander verglichen werden und aufgrund der Punkte­diffe­renz zwischen diesen Reihen nach einem feldreihenspezi­fischen Berechnungsschlüssel die Anzahl der Torchancen ermittelt wird.

Für jeden Punkt, den die eigene Angriffsreihe stärker ist als die gegnerische Abwehrreihe incl. Ausputzer, erhält man 1 Torchance, für jeden Punkt, den die eigene Mittelfeldreihe stärker ist als die gegnerische Mittelfeldrreihe, erhält man 0.5 Torchancen und für jeden Punkt, den die eigene Abwehrreihe stärker ist als die gegnerische Angriffsreihe, erhält man 0.25 Torchancen. Es wird kaufmännisch gerundet.

Mit welcher Wahrscheinlichkeit eine Torchance zu einem Tor führt, hängt von der Stärke des gegnerischen Torwartes und des gegnerischen Ausputzers ab. Je Stärkepunkt wehrt ein Ausputzer einen von 15 Torschüssen ab, ein Torwart einen von 14 Torschüssen. Eine Hintermannschaft mit einer ordentlichen Stärke von 8 / 8 bereinigt somit durchschnittlich 16,8 von 21 gegnerischen Torschüssen bzw. Torchancen (= knapp 80%), eine Hintermannschaft mit der maximalen Qualität von 10 / 10 wehrt gar durchschnittlich 19 von 21 Schüssen ab (= über 90%) und ist damit mehr als doppelt so gut wie die erstbeschriebene 'ordentliche' Hintermannschaft..

Da die Anzahl der Torchancen nicht linear aus den Wertpunkt- Differenzen, sondern feldreihenspezi­fisch ermittelt wird, der Ausputzer eine Sonderrolle einnimmt, insofern er ebenso die Verteidigungsreihe verstärkt wie auch den Torwart unterstützt sowie die Stärken von Torwart und Ausputzer dafür ausschlaggebend sind, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine Torchance zu einem Tor führt, kann eine Mannschaft mit weniger Wertpunkten einem Team mit mehr Wertpunkten durchaus überlegen sein, wenn sie die passende Taktik gewählt hat.

Zusätzliche Wertpunkte für die jeweilige Heimmannschaft sowie für den Einsatz von Härte (der aber das Risiko von Elfmetern sowie gelben und roten Karten in sich birgt) stellen weitere Elemente dar, die die Stärkeverhältnisse beein­flussen. Letztlich wird für jede anfallende Torchance unter Berücksichtigung der Wahrscheinlichkeit, mit der diese Torchance zu einem Torerfolg führt, per Würfelwurf ermittelt, ob daraus ein Treffer resultiert. Somit spielt, wie im wirklichen Fußball, auch des Glück eine nicht zu vernachlässigende Rolle.

Talententwicklung

Das Entdecken von neuen Talenten, das Training der Spieler sowie der Spielermarkt sind weitere für den kurz- und langfristigen Erfolg eines Vereins maßgebliche Aufgabenbereiche des Managers. So stellt der Einsatz von Talenten kurzfristig meist eine Schwächung des Teams dar, ist aber langfristig erforderlich, um einer Überalterung oder gar einer Auflösung des Vereins aufgrund der Zwangspensionierung von Spielern vorzubeugen. Ältere Spieler verlieren nämlich am Saisonende mehr Wertpunkte als jüngere Spieler und zudem mehr Wertpunkte, als sie in der darauffolgenden Saison durch Training wieder zurückerhalten können und beenden daher spätestens ab einer bestimmten Alters- und/bzw. Stärkestufe ihre Karriere.

Ausschließlich auf junge Spieler zu setzen, ist jedoch auch nicht unbedingt erfolgversprechend, da in diesem Falle meist nicht genügend Wertpunkte eingespielt werden können, um die Talente zu trainieren und zudem Abstieg und Lizenzentzug drohen.

Transferliste

Der Spielermarkt eröffnet die Chance, Lücken im Kader zu schließen, durch den Erwerb leistungsstarker älterer Spieler kurzfristig mehr Qualität auf den Platz zu bringen oder durch den Erwerb junger, perspektivischer Spieler langfristige Ziele anzusteuern. Der rechtzeitige Verkauf nicht mehr (unbedingt) benötigter Spieler hilft, den Geldbeutel zu füllen, um zum geeigneten Zeitpunkt reinvestieren zu können.

Weitere Informationen

Die Bewältigung und Koordination der verschiedenen Aufgabenbereiche eröffnen einem Manager eine Vielzahl an Einflussmöglichkeiten auf das Spielgeschehen, die letztendlich in der Regel zu deutlichen Leistungsunterschieden zwischen den Spielerkadern führen. Aufgrund von Nivellierungsmechanismen am Saisonende werden diese qualitativen Unterschiede begrenzt, so dass auch ein durchschnittlicher oder gar unterdurchschnittlicher Verein durch geschicktes Management Schritt für Schritt zu einem Spitzenclub herangebildet werden.

United ist als 'ewiges Spiel' angelegt und endet daher erst, wenn der Spielleiter das Ende einer Partie festlegt bzw. wenn sich nicht genügend Teilnehmer zur Fortführung einer Partie finden. Die Teilnahme an einer Partie endet, wenn ein Teilnehmer aus freien Stücken das Ende seiner Teilnahme beschließt, mehrmals in Folge keine Züge abgibt oder wenn sein Verein aufgrund von Abstieg oder Überalterung am Saisonende keine Lizenz erhält und aufgelöst wird. Ausscheidende Teilnehmer bzw. aufgelöste Vereine werden durch nachfolgende Teilnehmer ersetzt. Unter bestimmten Umständen haben nachfolgende Teilnehmer bei Saisonwechsel die Option, entweder den übernommenen Verein fortzuführen oder ein neues Team aufzubauen.

Historisches

United wurde in den 1970er Jahren von dem Briten Alan Parr als 'Play-by-Mail' (PBM) -Spiel erfunden, wobei mit 'Mail' allerdings noch die gute, alte Sackpost gemeint war!

Spielregeln, Spielsystematik und Auswertungsprogramme wurden in Deutschland maßgeblich von Lukas Kautzsch und Michael Schröpl fortentwickelt. Pedl Rau und Robert Gunst verfassten nützliche Programme zur Vereinsverwaltung bzw. zur Berechnung des Wertes von Spielern.

Die manuelle Verwaltung eines United-Liga-Saystems erfordert einen hohen zeitlichen Aufwand des Spielleiters (Game Master => GM). Dies führte in der Vergangenheit immer wieder zur Beendigung beliebter United-Partien, wenn der Spielleiter einen solchen Aufwand nicht mehr leisten konnte oder wollte.
Schließlich hat vor einigen Jahren Frank Heeren ein Programm (Omido) für eine nahezu vollautomatische Verwaltung von United- Ligasystemen erstellt.

United - Links

» Aufstieg   » Oberfoul   » Omido

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