Coming-Out einer grauen Maus

United Aufstieg: Steinbock Schilda holt den Pott und bleibt erstklassig

05.05.07 (12.05.07), United - Aufstieg

Manchmal lohnt es sich, niemals aufzugeben. 15 Jahre lang blieb die Vereins­vitrine von Steinbock Schilda leer, nun glänzt ein fetter Pokal darin. Mit Glück, aber auch mit Mut und Geschick hatten sich die beharrlichen Steinböcke bis ins Finale durchgekämpft.

...niemals aufgeben: Steinbock Schilda auf dem Pokalgipfel

Hier trafen sie mit Mulhouse-Sud auf einen starken Gegner - und schossen ihn mit 6:3 aus dem Stadion !

Der Pokalsieg war aber nur das i-Tüpfelchen auf eine Saison, die es wahrlich in sich hatte. Fast 2/3 der Spielzeit schlug sich ein verlorenes Häuflein von Bergziegen mit übermächtigen Gegnern herum und zog meist den kürzeren. Mit einer niederschmetternden Bilanz von 7:21 Punkten siechte der Club abge­schla­gen auf einem Abstiegsplatz dahin - da zog der inzwischen heftig in der Kritik stehende Manager Helgoland ("habe nie am Klassenerhalt gezweifelt") endlich die Notbremse und investierte ein ordentliches Sümmchen in 2 neue Spieler.

Tresor und Schabernack II. erwiesen sich als Volltreffer. An ihrem Optimismus, ihrem Selbstvertrauen und ihrem Können richtete sich die Mannschaft auf. Fortan waren die Steinböcke in der Liga wieder geachtet und gefürchtet und räumten auch die allerdicksten Brocken, die sich vor ihnen auftürmten, elegant und beinahe mühelos aus dem Weg. Ohne Niederlage und mit 14:2 Punkten aus den letzten 8 Ligaspielen schafften die Steinböcke, auf die niemand mehr auch nur einen Pfifferling setzen mochte, die Wende, sicherten den Klassenerhalt und setzten mit dem Sieg im Pokalwettbewerb noch einen oben drauf. Damit sind die Steinböcke, die in ihrer Heimat viele Jahre im Schatten der  Star­ensembles von Ahorn und Fangdaslicht standen, in Schilda zur Nr. 1 in United aufgestiegen.

Gratulation aber auch an den Meister in Aufstieg, die Mangelsdorfer Mannen. Ein traditionsreiches Team, das vor einigen Jahren am Abgrund stand, 3 mal hintereinander haarscharf an der Auflösung vorbeischrammte und phasenweise nur noch den Handelswert eines Oberligisten besaß, wieder so eindrucksvoll an die Spitze zu führen, das ist eine Leistung, der die Schildbürger, zumal die Steinböcke, allergrößten Respekt zollen!

Eine tolle Leistung vollbrachte auch Chemie Blumenthal. Ähnlich wie die Steinböcke lag das Team nach der Vorrunde scheinbar aussichtslos zurück. 4:18 Punkte standen zu Buche, und damit 5 Punkte Abstand zum rettenden Ufer. Zwar war man eigentlich nur durch viel Pech in diese prekäre Lage ge­raten, doch Augen zu und durch wäre vermutlich eine allzu riskante Strategie gewesen. So öffnete der geplagte Manager der Blumenthaler ebenfalls noch einmal das Vereinssäckel. Und leitete damit eine atemberaubende und letztlich erfolgreiche Aufholjagd ein.

Das ist eben das Schöne an United: In nahezu jeder Lage und mit jedem Verein kann man je nach Ausgangsposition lohnenswerte Ziele anstreben - ob Meisterschaft, Klassenerhalt, Existenzsicherung oder die Verbesserung des spielerischen Potentials oder des wirtschaftlichen Wertes eines Vereins. Die Fähigkeit, das Gesamtgeschehen richtig zu beurteilen und kluge Schlüsse daraus zu ziehen, ebenso wie psychologisches Geschick und Einfühlungs­vermögen, nämlich die Gedankengänge des Gegenübers zu ergründen, sind weitere wichtige Kriterien für erfolgreiches Spiel.

Um so schöner, wenn es hin und wieder sogar mal funktioniert!

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